Aufgabenstellung

Der Standort Barreiro ist ein ehemaliger Industriestandort in Portugal. Seit vielen Jahren werden hier Industrieabfälle wie Asche aus der Pyritröstung abgelagert, was zu einem komplexen Gemisch von Schwermetallen im Sediment und Grundwasser führt. Die Untersuchungen konzentrierten sich vor allem auf Arsen und Zink. Der Grundwasserspiegel lag ca. 2,5-3 Meter unter Geländeoberkante, hatte eine Mächtigkeit von ca. 35 Metern und bestand aus mittelgroßem bis feinem Sand. Die Abstandsgeschwindigkeit betrug 0,08-0,10 Meter pro Tag. Da vom Eigentümer kein Sanierungsziel definiert wurde, war das Ziel dieses Demonstrationstests, die Schadstoffbelastung auf 50% der unbehandelten Werte zu reduzieren.

ColFerroX – Pilotversuch

Ein Pilotversuch (Single Injection Well) wurde durchgeführt, um die Partikelmobilität und Anwendbarkeit in diesem feinkörnigen Aquifer sicherzustellen. Die Partikelverteilung wurde bestätigt, indem Bohrkerne 1 Meter vom Injektionspunkt in zwei verschiedene Richtungen entnommen wurden. Die Analyse der Bodenprobe, die nach der Injektion aus der Barriere entnommen wurde, zeigte, dass die Eisenkonzentrationen von ursprünglich etwa 400-800 mg Fe/g Sediment auf etwa 1200-2000 mg Fe/g Sediment erhöht wurde. Somit konnte sichergestellt werden, dass die injizierten ColFerroX™ Partikel in der Nähe der Injektionsstelle erfolgreich ausgefällt wurden.

Die Ergebnisse des Pilotversuchs zeigen eine Reduzierung der Schwermetallverunreinigungen in allen Brunnen.

Für die Großdemonstration wurde eine 22 m breite Barriere mit 9 Injektionsstellen in zwei Reihen installiert. Normale Messstellen wurden stromaufwärts und stromabwärts der Barriere platziert, um die Schadstoffkonzentrationen vor und nach der Barriere zu erfassen. Die Injektion erfolgte bei niedrigem Druck unter 1,5 Bar. In den 5 Tagen der Injektion wurde ein Gesamtvolumen von ca. 105 m3 injiziert.

Ergebnisse:

Nach Anwendung der ColFerroX-Technologie (Tag 0) wurde eine Reduzierung aller toxischen Metallkonzentrationen erreicht. Ein exemplarischer Fall für Zink ist dargestellt. Die Zinkkonzentrationen lagen weit unter 50% der unbehandelten Werte.